Prämierung des Projektes „Familien-GPS“
mit Ministerin von der Leyen

Wettbewerb und Prämierung
Im Rahmen des Programms "Unternehmen Familie – Innovationen durch familienunterstützende Dienstleistungen" hat die Robert Bosch Stiftung einen bundesweiten Wettbewerb ausgeschrieben, um richtungsweisende Konzepte für familienunterstützende Dienstleistungen zu ermitteln. Schirmherrin des Programms ist Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen.

Die erste Wettbewerbsphase endete am 15. Oktober 2007. Kommunen, Unternehmen, freie Träger, Netzwerke und Existenzgründer waren eingeladen, ihre Geschäftsideen in Form einer Interessenbekundung einzureichen. 422 Interessenbekundungen aus allen 16 Bundesländern sind bei der Geschäftsstelle eingegangen. Diese Zahl hat alle Erwartungen übertroffen.

Die 40 vielversprechendsten Interessenbekundungen wurden zur Antragstellung aufgefordert. Eine hochkarätige Jury wählte die innovativsten und zukunftsfähigsten Geschäftsmodelle aus. Diese wurden auf der Prämierungsveranstaltung am 8. April 2008 feierlich bekannt gegeben - darunter das Projekt „Familien-GPS – GenderPersonalService zur Unterstützung von Familien“ des FrauenKommunikationsZentrums e.V. Herzogenrath.-


v.l.: Kuratoriumsvorsitzender der Robert Bosch Stiftung Dr. Kurt W. Liedtke,
Geschäftsführerin FrauenKommunikationsZentrum e.V. Gabriele Allmann, Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen

Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung eröffnete gemeinsam mit  Bundesfamilienministerin und Programmschirmherrin Ursula von der Leyen die Prämierungsfeier. Beide zeigten sich beeindruckt von den innovativen Ansätzen und zukunftsweisenden Ideen der Preisträger. „Die zwölf Gewinner zeigen eindrucksvoll, wie passgenaue und professionelle Angebote aussehen“, so von der Leyen.

Förderung
Insgesamt 12 Projekte werden im Programm  "Unternehmen Familie" gefördert. Der Förderzeitraum erstreckt sich vom 1. April 2008 bis zum 31. Dezember 2010. Die Zuwendung wird in Form einer Fehlbedarfsfinanzierung gewährt und setzt den Einsatz von weiteren Finanzmitteln voraus. Die Gesamtförderung beträgt bis zu 150.000 Euro pro Projekt aus Mitteln der Robert BoschStiftung, des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Europäischen Union / Europäischen Sozialfonds.

Begleitung und Evaluation
Die geförderten Projekte werden während des gesamten Förderzeitraums fachlich begleitet und  wissenschaftlich evaluiert - insbesondere hinsichtlich Umsetzung und Wirksamkeit. Darüber hinaus findet ein Erfahrungsaustausch und Praxistransfer statt.

Hintergrund und Ziele
Unsere Gesellschaft braucht Menschen, die ihre Arbeitskraft einsetzen und gleichzeitig bereit sind, eine Familie zu gründen, Kinder zu erziehen oder sich um ihre pflegebedürftigen Angehörigen zu kümmern. Nur so können wir auf Dauer unsere Innovationskraft und unseren Wohlstand erhalten. Ein vielfältiges Angebot von familienunterstützenden Dienstleistungen kann entscheidend dazu beitragen, berufliche und familiäre Aufgaben zu vereinbaren.

Haushaltsnahe und familienunterstützende Dienstleistungen bergen zudem bedeutende Beschäftigungspotenziale. Laut einer von der Robert Bosch Stiftung beauftragten Studie könnte das „Unternehmen Familie“ bis zu 0,2 – 0,4 % BIP-Wachstum beitragen. Dieses Potenzial gilt es, gezielt zu fördern und zu nutzen. Nach Ansicht von Experten und Expertinnen ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland auch deshalb immer noch vergleichsweise hoch, weil Privathaushalte als Arbeitgeber kaum eine Rolle spielen. Zwar sind Aufwendungen für familienunterstützende Dienstleistungen seit einigen Jahren steuerlich absetzbar, doch reicht diese Maßnahme noch nicht aus, um private Haushalte stärker als Marktteilnehmer zu aktivieren. Um dies zu erreichen, müssen flankierende Maßnahmen entwickelt und die Anbieterseite gestärkt werden. Hier setzt das Programm der Robert Bosch Stiftung „Unternehmen Familie – Innovationen durch familienunterstützende Dienstleistungen“ an.


Weitere Informationen zum Wettbewerb „Unternehmen Familie – Innovationen durch familienunterstützende Dienstleistungen“:
Broschüre zum Wettbewerb
offizielle Pressemitteilung


 
 
Robert Bosch Stiftung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Europäische Union Europäischer Sozialfonds  Dacherverband Der Patitätische